Abschied und Trauer

Informationen, Anregungen und Erfahrungen 

2. Juni 2021
Der "engste Familienkreis" und der Klau unserer Toten
Es gibt eine Solidarität der Überlebenden, wenn sich Menschen spätestens beim Beerdigungskafffee, dem Leichenschmaus, begegnen. Bei Kaffee, Streuselkuchen und auch Schnaps erzählt man von der Bedeutung der oder des Toten, vielleicht sogar mit einem Witz. Während ein Mensch aus dem Kreis der Lebenden gerissen wurde, schließen sich die Überlebenden neu zusammen.

Mittlerweile haben wir uns an den Begriff des "engsten Familienkreises" gewöhnt. Vieles scheint derzeit nicht möglich. Als engste Angehörige dürfen wir auch Freunden und Weggefährten die Toten nicht vorenthalten und zu kurz denken. Ihr Bestatter und Ihr Trauerredner berät Sie gerne mit Blick auf das, was jetzt möglich ist.

26.5.21
Auf der Beerdigung nicht nur etwas ins Grab werfen,
sondern auch etwas mitnehmen

Der großartige Roger Willemsen hatte für seine eigene Beerdigung eine großartige Idee. Alle, die kamen, sollten etwas mitnehmen. 
Seine Lieblingsblumen waren Ranunkeln. Ein buntes Blumenmeer umrahmte seinen Sarg, und jede und jeder durfte einen kleinen Topf mit einer Ranunkel mit nach Hause nehmen.
Für meine eigene Beerdigung wünsche ich mir das auch. Wir werfen Erde ins Grab oder legen Blumen ab - als Zeichen des Abschieds. Etwas mitzunehmen ist eine schöne Erinnerung an das, was bleibt.
Nach meinem Besuch am Grab von Roger Willemsen in Hamburg bin ich zu seiner Lieblings-Blumenverkäuferin gefahren und habe eine schöne Pflanze mitgenommen, die ihren Platz in unserem Garten gefunden hat.

19. Mai

Umweltfreundlich und mit der Natur vereint
Als Ort der letzten Ruhe rückt der Wald mit der Baumbestattung auf Platz zwei der bevorzugten Bestattungsarten. Knapp davor liegt nur die Urnenbeisetzung auf einem traditionellen Friedhof.
Als Grund für eine Baumbestattung wird häufig der Wunsch angegeben, nach dem Tod mit der Natur vereint zu sein. Ebenso wichtig ist vielen eine umweltfreundliche Bestattung.
Wer bereits an einer Beisetzung im Wald teilgenommen hat, empfindet diese Form als sehr tröstlich. Entscheidend ist auch, einen Ort der Erinnerung zu haben. Mit einem öffentlich zugänglichen Grab ermöglichen Sie der Familie und auch Freunden einen wichtigen Ort, 
der so zum Ort der gemeinsamen Trauer und Erinnerung werden kann.

19. Mai
Auf den Trauerredner in Corona-Zeiten verzichten?
"Lohnt sich das?", fragt der Kopf in diesen besonderen Zeiten, wenn es um den Rahmen des Abschieds geht.
Lohnt sich ein Trauerredner, wenn doch nur wenige Gäste dabei sein können?
Ich habe selbst einmal eine Beisetzung erlebt, bei der man sich am Grab versammelt und geschwiegen hat und nach einem Kopfnicken in Richtung Bestatter die Urne abgesenkt wurde. Es wird dann unterschätzt, wie trostlos ein solcher Abschied empfunden wird.
Wenn Sie keine professionelle Begleitung wünschen, rate ich Ihnen, im Vorfeld zu schauen, ob es einen Menschen gibt, der ein paar Worte sagen kann. Oder ob es ein Ritual gibt, ein Gebet, das man miteinander teilen kann. In der Regel stellt sich im Nachhinein heraus, das alle mit der Situation überfordert waren.
"Lohnt sich das?", mag der Kopf fragen. Es tut einfach gut,  die Gestaltung des Abschieds in gute Hände geben zu können. 

5. Mai 2021

Ein neuer Bus für die Levana-Schule
Für die Levana-Schule in Bad Neuenahr-Ahrweiler mit den Förderschwerpunkten ganzheitliche und motorische Entwicklung konnte im April ein neuer Bus angeschafft werden. Ich freue mich, dass ich dieses Projekt unterstützen konnte. 

5. Mai 2021

Trauerfeiern mit bis zu 30 Personen möglich
Auch wenn die Umstände weiterhin herausfordernd sind: ein würdevolller Abschied ist möglich! Derzeit können bis zu 30 Personen an  einer Trauerfeier bzw. Beisetzung teilnehmen. Eine gute Alternative ist eine Beisetzung im engsten Kreis und eine Gedenkfeier im größeren Rahmen zu einem späteren Zeitpunkt. Im vergangenen Sommer habe ich damit gute Erfahrungen gemacht.